Minister Matschie verleiht Qualitätssiegel „Berufswahlfreundliche Schule“
Am Dienstag, dem 25. Januar 2011, verlieh Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, in Erfurt das Qualitätssiegel „Berufswahlfreundliche Schule“. Ausgezeichnet wurden insgesamt 31 Thüringer Schulen, in denen die Berufswahlvorbereitung untrennbarer Bestandteil des Schulkonzeptes, des Unterrichts und der schulischen Aktivitäten ist. Dabei erhielten zwölf Schulen das Qualitätssiegel zum ersten Mal, darunter die Staatliche Regelschule Bürgerschule Sonneberg, 19 Schulen wurden wiederholt ausgezeichnet. Mit der Verleihung tragen 111 Thüringer Schulen das Qualitätssiegel.
Minister Matschie sagte im Vorfeld: „Die Berufs- und Studienorientierung
ist in Thüringen fächerübergreifend ein fester Bestandteil an unseren Schulen. Seit sieben Jahren motiviert das Qualitätssiegel Schulen, Ziele und Konzepte für Berufs- und Studienwahlvorbereitung zu entwickeln. Die individuelle Berufsvorbereitung und –planung bauen wir mit dem Thüringer Berufsorientierungsmodell weiter aus“.
Das Qualitätssiegel „Berufswahlfreundliche Schule“ wurde von einem Arbeitskreis im Rahmen der „Initiative für Beschäftigung! Netzwerk Thüringen“ entwickelt. Darin arbeiten Vertreterinnen und Vertreter des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur, von Unternehmen, der Thüringer Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern, der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULE-WIRTSCHAFT Thüringen, von Bildungsträgern sowie Schulen mit. Die ausgezeichneten Schulen tragen die nächsten drei Jahre dieses Siegel und können sich anschließend rezertifizieren lassen.
Damit werden insbesondere folgende Ziele angestrebt:
- Bei den Schüler/innen besseres Verständnis und eine vorurteilsfreie Einstellung zur Wirtschafts- und Arbeitswelt zu erreichen;
- Bei den Unternehmen ein besseres Verständnis für den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule sowie ihre Belange und Probleme zu bewirken;
- Bei den Schüler/innen ein realistisches Urteilsvermögen über Arbeitsplatzbedingungen und Qualitätsanforderungen der Betriebe zu entwickeln und das Interesse und die Fähigkeit der Jugendlichen für Berufsorientierung und Berufswelt zu fördern.
Die Berufs- und Studienwahl ist eine der wichtigsten Entscheidung überhaupt im ganzen Leben, die man nicht einfach dem Zufall überlassen sollte. Da lohnt es sich schon, einige Zeit zu investieren, um eine wirklich überlegte und fundierte Wahl zu treffen. Beruf leitet sich aus Berufung ab. Um Erfolg im und Spaß am Beruf zu haben, ist es wichtig, dass man den richtigen wählt, der den eigenen Stärken und Neigungen entspricht. Um die Frage „Was werde ich?“ beantworten zu können, muss man sich als erstes mit den eigenen Fähigkeiten auseinandersetzen. Genauso wichtig sind die eigenen Interessen und Abneigungen. Jeder Mensch hat mehrere Interessen. Je mehr man hat, desto schwieriger wird es, alle in einem Beruf zu verwirklichen. Deshalb ist es wichtig, dass man sich damit auseinandersetzt, welche Interessen für einen selbst in Ausbildung und Beruf besonders wichtig sind.
Weiterhin ist es sinnvoll, sich genau über die Inhalte und Anforderungen des Wunschberufes zu informieren, z. B. bei:
- Freunden
- Eltern
- Lehrern
- Agentur für Arbeit
- Internet
Somit weiß man genau, was einen in der Ausbildung erwartet und erkennt schnell, ob die Anforderungen mit den eigenen Fähigkeiten übereinstimmen. |